Rundbank: Kaufberatung und schöne Modelle

Eine Rundbank oder Baumbank wird im Garten schnell zum Lieblingsplatz. Wir stellen verschiedene Modelle vor, geben Tipps zur Pflege und beraten beim Kauf.

Auf einer Rundbank oder Baumbank spürt man, dicht an den Stamm gelehnt, die knorrige Rinde des Baums im Rücken, atmet den holzigen Duft und sieht durch das Blätterdach die Sonnenstrahlen hindurchglitzern. Gibt es an warmen Sommertagen einen friedvolleren Platz im Garten als unter der lichten Krone eines Baumes?

Wächst unter der Baumkrone das Gras ohnehin nur spärlich oder kümmert das Staudenbeet, liegt es nahe, diesen Bereich mit einem Sitzplatz zu schmücken. Früher bestand eine Rundbank im einfachsten Fall aus rundherum ausgelegten Stroh- und Heuballen oder aus vier Holzhockern mit aufgelegten Sitzbrettern, die um einen Baum aufgestellt wurden. Heute gibt es viele schöne Baumbank-Modelle, die man zum Beispiel im Baumarkt fertig kaufen kann.

Rundbank: Früher und heute

Die Rundbank unterm Baum hat im Bauerngarten eine lange Geschichte. Hier saß man zum Salatputzen, Äpfel- und Kartoffelschälen oder gönnte sich eine kleine Pause von der Arbeit im Gemüsegarten. Abends, wenn die Grillen zirpten und es auf dem Hof allmählich ruhiger wurde, traf man sich hier zum Ausklang eines langen und arbeitsreichen Tages.

Klassischerweise wählte man für die Rundbank einen Obstbaum, der als Mittelpunkt im Gemüsegarten oder als Hausbaum im Hof stand. Im Frühjahr schmückte er sich mit Blüten, im Sommer spendete er mit seinem Blätterdach lichten Schatten und im Spätsommer lieferte er süße Früchte. Die Baumbank verwandelte sich zur Erntezeit nicht selten in eine Aufstiegshilfe oder zur Ablagefläche für volle Obstkörbe. Im Herbst legten sich die Laubblätter auf die Sitzbretter und im Winter wurde sie unter einer weißen Schneedecke zum Stillleben.

Gartengestaltung mit einer Rundbank

Heute gelangt die Rundbank dank der Beliebtheit naturnaher und ländlicher Gärten wieder zu neuen Ehren: Gartenbesitzer mit frei stehenden Bäumen entscheiden sich immer häufiger für dieses Sitzbank-Modell. Der Gestaltungsaspekt steht dabei oft an erster Stelle. Ein einzelner Baum in der Mitte einer Rasenfläche oder in einer Wildblumenwiese wird so zum liebenswerten Blickfang im Garten. Zwar bleibt solch eine Baumbank immer an ein und demselben Platz, doch garantiert sie einen tollen Panoramablick: Der Garten lässt sich aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten und je nach Tages- und Jahreszeit kommen sowohl Sonnenanbeter als auch Schattenliebhaber auf ihre Kosten.

Verschiedene Modelle

Mittlerweile gibt es die unterschiedlichsten Baumbank-Modelle aus Holz oder Metall fertig und in verschiedenen Größen zu kaufen – mit etwas Geschick kann man sie aber auch selbst bauen.

Das beliebteste Material für eine Baumbank war und ist Holz. Vor allem langlebiges Eichen-, Kastanien- oder Robinienholz eignet sich dafür sehr gut. Mit der Zeit färbt es sich durch Wind und Wetter grau, und je nach Lage siedeln sich Flechten und Moose auf der Oberfläche an. Wer dies nicht möchte, streicht das Holz der Rundbank mit Lasuren oder Lacken und macht es damit witterungsbeständiger.

Eine Rundbank aus Metall verändert sich mit den Jahren kaum – ohne eine spezielle Beschichtung setzt sie allerdings Rost an. Ein besonders kreativer Blickfang ist eine Baumbank aus Erde mit Rasenbewuchs, aus aufgeschichteten Steinen oder aus Schnittgut. Für den Aufbau braucht man allerdings etwas Übung.

Rundbank aufstellen

Der Untergrund rund um den Baum sollte für die Rundbank möglichst eben sein. Muss er für einen stabilen Stand eingeebnet werden, hacken Sie vorsichtig, um die Baumwurzeln nicht zu beschädigen. Damit die Baumbank auch auf lange Sicht nicht einsinkt, empfiehlt sich – wie bei allen Sitzplätzen auf Rasen – ein fester Untergrund. Rasen oder Rindenmulch sind ebenso denkbar wie eine Kiesfläche oder ein Pflasterkreis, der jedoch mit ausreichendem Abstand zum Stamm verlegt wird, um das Einsickern von Regenwasser nicht zu behindern. Bei jungen Bäumen sollte man nicht vergessen, dass der Stammumfang im Lauf der Jahre noch zunehmen wird; selbst gebaute Rundbänke dürfen daher nicht zu eng um den Stamm schließen, um sein Wachstum nicht zu stören.

Kaufberatung

Beim Kauf eines passenden Baumes sollte man sich für einen Hochstamm entscheiden –sonst setzen die Äste zu tief an und man kann nicht bequem auf der Rundbank sitzen. Die Auswahl ist also sehr groß. Noch heute sind Obstbäume wie Apfel-, Birn- oder Kirschbaum für Baumbänke am beliebtesten, aber auch ein Walnussbaum, eine Kastanie oder eine Linde erzählen uns an lauen Sommerabenden ihre Geschichten.

Was die Rundbank selbst betrifft: Kaufentscheidend ist in erster Linie Ihr persönlicher Geschmack. Ob Sie sich für Metall, Kunststoff oder ganz klassisch für Holz entscheiden, in jedem Fall sollte die Baumbank zum Stil Ihres Gartens passen, sonst fügt sie sich nicht harmonisch in das Gesamtbild ein.

Tipps zur Pflege

Der natürliche Charme einer Baumbank kommt erst nach einigen Jahren zum Vorschein, wenn Wind und Wetter ihre Spuren hinterlassen haben. Trotzdem ist es gerade bei Rundbänken aus Holz sehr wichtig, die Oberfläche am Ende jeder Gartensaison zu reinigen. Beseitigen Sie zunächst lose Verschmutzungen mit einer Reinigungsbürste und bürsten Sie die Bank anschließend mit einer milden Seifenlauge ab.

Bei einer Rundbank aus Metall hat es sich bewährt, ein paar Tropfen Spülmittel mit ins Putzwasser zu geben und damit die Flächen und Beine abzureiben. Bei Kunststoffoberflächen kann man auch ein kraftvolles Reinigungsmittel benutzen. Die Oberfläche darf jedoch nicht angegriffen werden. Greifen Sie deshalb besser auf spezielle Kunststoffreiniger aus dem Handel zurück. Hartnäckige Verkrustungen können vorsichtig mit einer weichen Bürste oder einem Schwamm bearbeitet werden.

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